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Gesunde Fette für Hunde und Katzen

Wenn man über das Thema Fett spricht, erweckt das bei den meisten Menschen eher negative Assoziationen. Da fällt einem dann ein, dass man eigentlich mehr Sport machen und besser auf seine Ernährung achten wollte und am Ende denkt man gar nicht gerne weiter über das Thema nach. Genauso betrifft das aber auch Herrchen und Frauchen, die mit einem Übergewicht des Tieres kämpfen und vielleicht noch nicht den richtig ausgeglichenen Ernährungsplan für ihren Hund oder ihre Katze gefunden haben. Dabei gibt es hochwertige, gesunde Fette für Hunde und Katzen, dieses Fett hat es richtig in sich und spielt speziell in der Ernährung unserer Vierbeiner eine essentielle Rolle.

Warum ist das so?

  • Fette liefern Energie, und zwar fast doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate und Proteine
  • Fette, die nicht direkt verbraucht werden, lagern sich als Fettdepots ab – und sind somit Energiespeicher, die in “schlechten Zeiten“ abgebaut werden können
  • Fett spielt eine entscheidende Rolle bei der Verwertung der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K
  • Fett spielt bei der Bildung von Membranen als Strukturbaustein eine entscheidende Rolle
  • Fett dient der Wärmeisolierung
  • Fett gibt mechanischen Schutz in Form von druckelastischen Fettpolstern
  • Fette werden vom Körper zu Hormonen oder zu hormonähnlich wirkenden Substanzen umgebaut

Wie Sie schon der kurzen Auflistung entnehmen können, ist Fett ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Probleme können dann auftreten, wenn ein Körper zu viel davon aufnimmt, es aber nicht verwerten kann und entsprechende Fettdepots anlegt. Solange keine medizinische Ursache für die Bildung der Fettdepots verantwortlich ist, bekommt man das Problem in der Regel durch eine Optimierung des Futters in den Griff.

Tierisches Fett

Hunde und auch Katzen sollten in ihrer Ernährung einen bestimmten tierischen Fettanteil vorfinden, denn Fett liefert pure Energie. Spricht man bei Hunden von durchschnittlich 15 – 25% Fettgehalt, bezogen auf den Anteil am Muskelfleisch, liegt der empfohlene Fettgehalt bei der Katze bei durchschnittlich 10%. Kann Energie nicht aus dem Fett bezogen werden, da Fett z.B. nicht ausreichend gefüttert wird, muss zur Energiegewinnung auf Proteine zurückgegriffen werden. Diese liefern auch Energie, nur leider eben nur ca. halb so viel wie das Fett. Außerdem entstehen bei der Verstoffwechselung von Proteinen Abbauprodukte, die dann auf lange Sicht Leber und Nieren belasten können.

Bei der Rohfütterung muss der Besitzer selber auf den richtigen Fettgehalt achten. Oft rufen uns Kunden an, die ihren Hund barfen, sich genau an die gängigen Richtlinien halten und trotzdem scheint der Hund immer dünner und mit der gefütterten Portion unzufriedener zu werden.

Hier macht sich wieder das Vorurteil gegenüber Fetten bemerkbar, denn viele schauen sich die Deklaration des Futters an und kaufen tendenziell eher das Futter, das einen niedrigeren Fettgehalt hat, schneiden das “schlechte“ Fett vom Rand des Fleisches weg oder kaufen generell eher mageres Fleisch. Beim Barfen ist der richtige Fettanteil sehr wichtig, leider findet man oft keine Informationen zum Fettgehalt des Fleisches. Vertrauen Sie hier Ihren Augen – besitzt das Fleisch, das Sie füttern, einen weißen speckigen Rand und ist durchwachsen, ist es für den Hund optimal geeignet. Besitzt das Fleisch keine erkennbaren Hinweise auf Fett, ist es evtl. eher ungeeignet.

Wenn Sie wissen, wie hoch der Fettgehalt des zu verfütternden Fleisches ist, dieser jedoch zu niedrig ist, können Sie das Ganze durch das Zufüttern von purem, tierischem Fett ausgleichen.

Dazu ein kurzes Beispiel:

Sie möchten die Barf-Ration für Ihren 20 kg schweren, normal aktiven Hund vorbereiten. Er bekommt täglich einen Muskelfleischanteil von 181,5 g – weitere Informationen zur richtigen Zusammensetzung des BARF-Menüs finden Sie hier. Natürlich können Sie die Formel anpassen und dann auch bei Ihrer Katze berechnen, wie viel Fett ergänzt werden sollte.

Rechenbeispeil Fettration für den Hund

Heute steht Putenbrust auf dem Speiseplan
100 g Putenbrust haben laut Etikett einen Fettgehalt von 13,5%:
181,5 g x 13,5% = 24,50 g

Ihr Hund ist jedoch sehr sportlich und Sie möchten den Fettgehalt auf 20% optimieren:
181,5 g x 20% = 36,3 g

24,5 g sind vorhanden, 36,3 g sollten enthalten sein. Wieviel Fett fehlt:
36,3 g – 24,5 g = 11,8 g

Die Menge Fett, die Sie ergänzen, muss beim Muskelfleisch abgezogen werden: 181,5 g – 11,8 g = 169,7 g
Das Tagesmenü würde also 169,7 g Putenbrust und 11,8 g reines, tierisches Fett enthalten.

(Gegenprobe: 169,7 g x 13,5% + 11,8 g = 34,71 g → 34,71 g / 169,7 g ~ 20,45% Fettgehalt)

Pflanzliches Fett

Während das tierische Fett viele Omega-6-Fettsäuren liefern kann, ist es wichtig, pflanzliche Öle zu ergänzen, um ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zu erhalten. Bei pflanzlichen Ölen gilt natürlich das gleiche Prinzip wie schon bei tierischen Fetten. Je besser die Tiere gehalten und ernährt wurden – desto hochwertiger und geeigneter das daraus resultierende Fett. Je hochwertiger die Ölquelle und je schonender das Herstellungsverfahren – desto wertvoller das daraus resultierende Öl.

Woran erkenne ich, dass mein Hund oder meine Katze zu wenig Fett bekommt?
Die Anzeichen können hier ganz unterschiedlich sein, ein stetiger Gewichtsverlust trotz angemessener Futtermenge, eine verminderte Leistungsfähigkeit, ein glanzloses, stumpfes Fell oder Auffälligkeiten im Bereich der Wundabheilung sind nur einige Beispiele. Des Weiteren kann es zu einem Vitaminmangel kommen (denn wie oben beschrieben gibt es fettlösliche Vitamine), der noch ganz andere Probleme mit sich bringen kann.

Naturavetal-Tipp

Sie haben einen geschwächten Hund/Welpen von der Straße aufgenommen, Ihr Senior baut immer deutlicher ab, Ihr Hund ist bereits sehr schlank, nimmt trotzdem weiter ab oder Sie haben einen extrem aktiven und leistungsstarken Hund? Dann könnte eine Fleischkur mit wertvollen tierischen Fetten sehr nützlich sein. Die Canis Plus Fleisch-Töpfe von Rind oder Ente oder Sorten der Komplett-Menüs eignen sich hervorragend für eine kurweise Fütterung, ergänzend zur normalen Futtermenge,  um Ihrem Liebling in Phasen des besonderen Bedarfs (z.B. im Winter, bedingt durch die höhere Energieverbrennung zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur etc.) das bieten zu können, was er  braucht. Canis Plus Rind mit erhöhtem Fettgehalt ist ebenfalls bewährt als Aufbaufutter. Und auch Ihre Katze oder Ihr Kater kann in Phasen des gesteigerten Bedarfs von einer Fleischkur profitieren – werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere Felins Plus Menü-Rollen oder rufen Sie uns an.

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