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Die Katze frisst nicht: Ursachen, Risiken und Tipps zur Futterumstellung

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Rot Weiße Katze liegt auf Boden in Wohnung - Naturavetal

Wenn Ihre Katze nicht frisst, kann das schnell Sorgen bereiten. Viele Katzen sind wählerisch, verweigern plötzlich ihr gewohntes Futter oder lehnen neue Sorten ab – ein Verhalten, das sowohl instinktive als auch gesundheitliche Gründe haben kann.

In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen, warum Katzen wählerisch sind, welche Risiken bei der Futterverweigerung bestehen und wie Sie Ihre Katze Schritt für Schritt an eine gesunde Fütterung gewöhnen. Mit den richtigen Strategien zur Futterumstellung bei Katzen wird auch die wählerischste Katze wieder zu einem zufriedenen Genießer.

Katze verweigert das Futter aus gesundheitlichen Gründen 

Grundsätzlich ist es bei der Futterverweigerung von Katzen wichtig zu unterscheiden: Ist die Katze ein wählerischer bzw. schlechter Fresser, der nur bestimmte Futtersorten frisst oder hat sie ihr Fressverhalten geändert und verweigert plötzlich das Futter?

Während ein „schlechtes“ Fressverhalten bei Katzen relativ typisch ist, ist die plötzliche, absolute Futterverweigerung oder die Fressverweigerung über einen längeren Zeitraum etwas, dass Sie immer ernst nehmen und von einem Tierarzt abklären lassen sollten. 

Gesundheitliche Gründe für die Futterverweigerung bei Katzen 

Wenn Katzen plötzlich oder über einen längeren Zeitraum nicht fressen, kann dies ein gesundheitliches Warnsignal sein, das Sie niemals ignorieren sollten. Zu den möglichen gesundheitlichen Gründen dafür zählen u.a.:

  • Verdauungsprobleme: Viele Katzen verweigern das Futter, wenn ihnen übel ist – leider sieht man ihnen diese Übelkeit äußerlich oft erst an, wenn es ihnen schon richtig schlecht geht. Erkrankungen wie Gastritis, Darmverschluss, Entzündungen der Leber oder Pankreatitis können den Appetit der Katze stark verringern.
  • Nieren- oder Lebererkrankungen: Chronische Niereninsuffizienz oder Lebererkrankungen gehen oft mit Übelkeit, Mundgeruch und Appetitverlust einher und besonders bei älteren Katzen sind sie der Grund, warum Katzen plötzlich nicht mehr fressen.
  • Infektionen oder systemische Krankheiten: Virale Infektionen (Katzenschnupfen, Feline Leukämie) oder bakterielle Erkrankungen können zu Fieber und Appetitlosigkeit bei Katzen führen und auch ein Parasitenbefall kann den Appetit bei Katzen beeinträchtigen.
  • Schmerz oder Stress durch andere Erkrankungen: Da Katzen dazu tendieren, Schmerzen zu verbergen, ist die Futterverweigerung oft das erste sichtbare Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Erkrankungen wie Arthritis, Herzprobleme oder Tumore können allgemeines Unwohlsein verursachen.
  • Zahn- und Mundprobleme: Zahnstein, Zahnfleischentzündungen oder Zahnfrakturen können Schmerzen verursachen und auch Geschwüre und Infektionen im Mundraum können Appetitlosigkeit bei Katzen auslösen.
Helle Maine Coon Katze schaut zu Baum - Naturavetal

Risiken der Futterverweigerung bei Katzen – was passiert, wenn die Katze nichts frisst 

Katzen sind Fleischfresser mit einem sehr speziellen Stoffwechsel. In der Natur würden sie regelmäßig auf Beutejagd gehen und mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen, um ständig mit Energie versorgt zu sein. Wenn sie nicht genug Energie über die Nahrung zu sich nehmen, greift der Körper schnell auf seine eigenen Fettreserven zurück. Dabei wird Fett in großen Mengen zur Leber transportiert und bringt dort den Fettstoffwechsel aus dem Gleichgewicht. In Folge kann es zu Ablagerungen und Schwellungen in den Leberzellen kommen – eine sogenannte Fettleber entsteht. Die Fettleber (auch als hepatische Lipidose der Katze bekannt) kann, ohne schnelle Behandlung, tödlich enden. 

Eine hepatische Lipidose kann Katzen jeden Alters treffen – sie tritt aber besonders bei übergewichtigen Katzen auf, da diese besonders viel eigenes Körperfett abbauen können und zudem zu Insulinresistenz neigen. 

Zur Orientierung gilt: Gesunde, ausgewachsene Katzen sollten maximal 24 Stunden nicht fressen, bei jungen, alten oder kranken bzw. übergewichtigen Katzen wird es aber schon deutlich früher riskant.

Sollte Ihre Katze plötzlich, ohne ersichtlichen Grund, das Futter verweigern oder über einen längeren Zeitraum nicht fressen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um abzuklären, ob gesundheitliche Gründe für die Futterverweigerung verantwortlich sind.

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Wählerische Katzen sicher unterstützen 

Wenn Ihre Katze plötzlich nicht frisst oder nur wählerisch ihr Futter annimmt, sollten zuerst gesundheitliche Ursachen von einem Tierarzt ausgeschlossen werden. Dieser Ratgeber richtet sich ausschließlich an gesunde Katzen, die grundsätzlich neues Futter oder Sortenwechsel verweigern und zeigt, wie Sie auch mäkelige Katzen Schritt für Schritt an neues Futter gewöhnen können – ohne Stress für Sie oder Ihre Katze. 

Katze frisst nicht – verhaltensbedingte Gründe für schlechtes Fressverhalten bei Katzen 

Schon im Mutterleib bekommen die Kitten mit, was ihre Mutter frisst und was nicht. Diese Geschmackserziehung wird nach der Geburt fortgesetzt - die jungen Katzen lernen Geschmäcker und Konsistenzen kennen und bleiben diesen in der Regel ihr Leben lang treu. 

Dieses Verhalten, auch als „neophobe Futterpräferenz“ bezeichnet, hat einen evolutionsbiologischen Hintergrund und dient, in freier Wildbahn, dem Schutz vor Gefahren. Die Katze ist von Natur aus vorsichtig und sehr skeptisch gegenüber neuartiger Nahrung. Gründe dafür gibt es genug:

  • Schutz vor Vergiftung: Alles, was in freier Wildbahn unbekannt ist, kann potenziell giftig sein. Ein Tier, welches ohne zu zögern Neues frisst, hat ein höheres Risiko zu erkranken oder zu sterben, die Neophobie reduziert diese Gefahr. 
  • Erlernte, sichere Nahrungsquellen: Kätzchen lernen früh (ca. 4.-7. Lebenswoche), durch Beobachten der Mutter und eigenes Probieren, welche Nahrung sicher ist. Diese frühen Erfahrungen prägen meist lebenslang die Akzeptanz für Futterarten.
  • Kombination aus Instinkt und Erfahrung: Hat eine Katze ein bestimmtes Futter oft gefressen, ohne danach negative Folgen zu erleben, speichert das Gehirn diese Erfahrung als „sicher“ ab. Neues Futter muss erst „erprobt“ werden – dies geschieht aber oft nur zögerlich und in winzigen Mengen.
  • Geschmackskonditionierte Aversion: Wenn eine Katze nach dem Fressen einer bestimmten Mahlzeit negative Erfahrungen macht und zum Beispiel Bauchschmerzen oder Übelkeit empfindet oder sich übergeben muss, dann verknüpft sie diese Erfahrung leicht mit dem Futter. Und zwar unabhängig davon, ob die Erfahrung tatsächlich durch das Futter ausgelöst wurde. Oft reicht ein einziger negativer Vorfall, wie zum Beispiel ein Schreck, aus, damit dieses Futter dauerhaft abgelehnt wird. Das ist der Grund, warum viele Katzen nach einer Erkrankung oder medizinischen Behandlung eine Aversion gegen ihr Lieblingsfutter entwickeln. Der Mechanismus ist bei Katzen stärker ausgeprägt als beispielsweise beim Menschen.
Schwarze Katze bei der Jagd - Naturavetal

Futterverweigerung bei Hauskatzen weiterverbreitet als bei Freigängern 

Hauskatzen sind „mäkeliger“ und verweigern Neues vehementer, da sie oft, bereits seit dem Kittenalter, in einer kontrollierten Umgebung gehalten werden, in der der Mensch bestimmt, welches Futter es gibt. Wenn das Muttertier keine wechselnden Beutetiere nach Hause bringt und das Futter der Mutterkatze, wie auch der Jungkatzen, immer gleichbleibt, dann lernen die Kitten nicht, Neuem eine Chance zu geben und es auszuprobieren. 

Bei der Aufzucht von jungen Kätzchen sollten Sie daher extrem viel Wert darauflegen, dass das Muttertier, wie auch die jungen Kätzchen, möglichst abwechslungsreich gefüttert werden. Verschiedenen Futterkonsistenzen, Geschmackrichtungen, Fleischquellen, Futterarten wie Nassfutter, BARF und auch Trockenfutter & Snacks in angemessenen Mengen, sollten das Muttertier, wie auch die Jungkatzen, jetzt kennenlernen, damit es zu einer positiven Verknüpfung mit den verschiedenen Futterarten kommt. Das kann langfristig dazu führen, dass es später keine Probleme gibt, wenn zum Beispiel auf Grund von Erkrankungen, wie Allergien oder Ähnlichem, das Futter umgestellt werden muss.   

Katze verweigert Futter: Geduld zahlt sich aus 

Das Hauskatzen schlechte Fresser sein können, liegt ihnen in den Genen und wird oft dadurch verstärkt, dass die kontrollierte Umgebung, die wir Menschen schon bei der Kittenaufzucht erschaffen, dieses Verhalten noch weiter befeuert. Jedoch gilt: Auch, wenn Ihre Hauskatze bei neuem Futter wählerisch ist, lohnt sich die Umstellung auf eine natürliche, gesunde und artgerechte Ernährung wie Felins Plus® – selbst wenn sie Geduld erfordert. Machen Sie es sich zum persönlichen Mantra: Mit Geduld und Konsequenz gelingt die Futterumstellung für Katzen

Seien Sie auf Widerstand gefasst – denn dieser liegt in der Natur der Katze. Auch Katzen beherrschen den sprichwörtlichen „Hundeblick“ – und wenn der nicht zum Erfolg führt, greifen sie zu einem beeindruckenden Repertoire an Mimik, Lautäußerungen und dramatischer Schmollkunst, um ihr gewohntes Futter zu erstreiten und meistens setzen sie sich durch. Sie als Katzenbesitzer wissen ja am besten, wie überzeugend Ihre Katze dabei sein kann und wie oft Sie schon an dieser Stelle aufgegeben und gedacht haben, dass das mit der Futterumstellung bei Ihrer Katze niemals funktionieren wird - Geduld und Konsequenz sind der Schlüssel, damit die Futterumstellung gelingt. 

Was tun, wenn die Katze nicht frisst – Tipps zur Futterumstellung bei Katzen 

Auf Grund der oben genannten, speziellen Veranlagungen von Katzen, haben sich bei Futterumstellungen für Katzen zwei Varianten bewährt: 

Zweites Futterschälchen mit neuem Futter anbieten 

Bei dieser Variante füttern Sie weiterhin das altbekannte Futter, stellen aber neben die Futterschale einen weiteren Futternapf, in den Sie eine kleine Menge des neuen Futters füllen. Ihre Katze wird diesen Napf zwar sehr wahrscheinlich anfangs ignorieren, sie nimmt aber den Geruch des neuen Futters beim Fressen wahr und kann sich schon langsam an ihn gewöhnen und eine positive Verknüpfung zu diesem Geruch aufbauen. Je nachdem, wie Ihre Katze in ihrer Jugend geprägt wurde, braucht sie möglicherweise etwas Zeit, bis sie bereit ist, das neue Futter zu probieren.

Naturavetal®-Tipp: Zwei-Näpfe-Variante für die Futterumstellung der Katze

Es ist sehr wichtig, dass Sie dafür sorgen, dass die Katze keine negative Verknüpfung zu dem neuen Futter im zweiten Napf aufbaut (und natürlich auch nicht zu ihrem alten Futter). Bieten Sie daher zu Beginn nur eine kleine Menge an, die Sie jedes Mal frisch aus der Dose nehmen. Setzen Sie Ihre Katze dabei nicht unter Druck und zwingen Sie sie nicht dazu, das neue Futter zu genauer zu inspizieren.

Neues Futter einschleichen 

Bei dieser Variante mischen Sie das alte Futter mit dem neuen Futter. Dabei nutzen Sie am Anfang allerdings nur eine Mini-Menge vom neuen Futter und reduzieren das alte Futter um diese Menge. Frisst Ihre Katze diese Mischung gut, können Sie die Menge des neuen Futters erhöhen. Je nach Prägung der Katze kann es 2-4 Wochen dauern, in denen Sie die Menge des neuen Futter Stück für Stück erhöhen, während die Menge des alten Futters reduziert wird, bis Sie das alte Futter gar nicht mehr brauchen.

Naturavetal®-Tipp: Futter langsam umstellen

Die Startmenge, die Sie vom neuen Futter nutzen, ist abhängig von Ihrer Katze. Möglicherweise müssen Sie mit einer Messerspitze starten, wenn Ihre Katze besonders mäkelig ist. Auch hier gilt: Machen Sie keinen Druck und sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze keine negativen Verknüpfungen zum neuen Futter erstellen kann. 

Da Sie bei beiden Varianten zu Beginn nur eine geringe Menge des neuen Futters benötigen, raten wir dazu, das neue Futter in kleinen Eiswürfelförmchen einzufrieren und zu Beginn immer nur einen Eiswürfel aufzutauen, um nicht so viel Futter verschwenden zu müssen.

Weitere Tipps zur Futterumstellung bei Katzen 

Gönnen Sie Ihrer Katze beim Fressen Ruhe und füttern Sie mehrere Katzen getrennt, falls ansonsten Stress unter den Katzen entsteht.

Unser Felins Plus® Hähnchen-Mousse zeichnet sich durch eine besonders cremig-zarte Konsistenz aus, die viele Katzen sehr ansprechend finden. Gerade wenn Sie Ihre Katze zum ersten Mal auf Katzenfutter auf natürlicher Basis, wie Felins Plus®, umstellen, kann es hilfreich sein, wenn Sie mit unserem Hähnchen-Mousse starten oder es in kleinen Mengen unter das Futter mischen, um die Futterakzeptanz zu erhöhen. 

Auch Lachsöl, Fisch (zum Beispiel aus unseren Felins Plus® Finest Fischmahlzeiten), Ziegenvollmilchpulver oder Kokosöl können die Futterakzeptanz der Katze bei der Futterumstellung steigern.

Sie dürfen das Futter leicht erwärmen (max. bis 38°C), damit es „körperwarm“ wird und die Katze an frisch erlegte Beute erinnert. Viele Katzen lehnen Futter ab, wenn es frisch aus dem Kühlschrank kommt.

Füttern Sie am besten mehrere kleine, frische Mahlzeiten am Tag, denn das entspricht dem Naturell Ihrer Katze – in der Natur würde sie nämlich mehrmals am Tag jagen gehen.

Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, wie eine Futterumstellung für Hauskatzen gelingen kann. Sie kennen Ihre Katze am besten, entscheiden Sie, welcher dieser Tipps bei Ihrer Katze am ehesten zum Erfolg führen könnte und versuchen Sie es mit diesem zuerst. Falls dann Fragen auftauchen sollten, melden Sie sich gerne bei unserem Expertenteam.

Naturavetal® Tipp: Futterumstellung für Hauskatzen

Sie möchten noch mehr Tipps zur Futterumstellung für Hauskatzen? Dann schauen Sie gern auf unserer Seite “Futterumstellung bei Katzen & weitere Tipps“ vorbei.

Futterplatz richtig gestalten – ein unterschätzter Einflussfaktor beim Fressverhalten von Katzen 

Katzen sind sehr unterschiedlich, wenn es um ihre persönlichen Vorlieben hinsichtlich der Gestaltung ihres Futterplatzes geht. Wir empfehlen grundsätzlich, Näpfe und Schalen aus Keramik oder ähnlichen Materialien zu nutzen und auf Plastik zu verzichten. Futterplatz und Katzentoilette sollten nicht im selben Raum stehen, zudem bevorzugen viele Katzen es, wenn ihnen verschiedene Optionen zum Trinken angeboten werden und nicht nur eine Wasserschale, die sich in unmittelbarer Nähe zum Futternapf befindet.

Neben diesen grundsätzlichen Empfehlungen zur Futterplatzgestaltung für Hauskatzen, gibt es aber noch weitere Faktoren, die beeinflussen, ob und wie gern Ihre Hauskatze den Futterplatz nutzt.

Graue Maine Coon Katze auf einer Wiese - Naturavetal

Katze frisst nicht – was tun, wenn der Futterplatz der Katze nicht gefällt 

Ein schlechtes Fressverhalten ist für Katzen relativ typisch und kann verschiedene Gründe haben, aber einer dieser Gründe wird leider viel zu oft übersehen bzw. unterschätzt: Die Katze frisst nicht, weil ihr Futterplatz ihrem Anspruch nicht gerecht wird. Dafür kommen verschiedene Auslöser in Frage:

Traumatische Erfahrungen: Katzen, die schlechte Erfahrungen beim Fressen gemacht haben – zum Beispiel, weil sie schlecht gehalten wurden, es zu Futterkämpfen kam oder sie auf der Straße gelebt haben, achten sehr darauf, wo ihr Futterplatz sich befindet. Einige Katzen bevorzugen „das freie Feld“, also einen Futterplatz, der ihnen Fluchtmöglichkeiten in jede Richtung bietet. Andere Katzen bevorzugen hohe oder erhöhte Positionen bei der Fütterung, da sie hier ihr Umfeld besser überblicken können. Natürlich gibt es aber auch Hauskatzen, die ein Versteck bevorzugen, um entspannt fressen zu können. Sie kennen Ihre Katze und ihre Vorgeschichte am besten – testen Sie gern verschiedene Futterorte aus, um herauszufinden, welche Ihre Katze bevorzugt.

Schnurrhaarstress (“Whisker Stress“): Die Schnurrhaare sind für die Katze ein wichtiges Sinnesorgan. Sie dienen in erster Linie der Orientierung, insbesondere in dunkler Umgebung und sie sind wichtig, um Beute auf der Jagd aufzuspüren. Zudem zeigt ihre Stellung auch die Stimmung der Katze an. Sie sind mit vielen Nervenenden verbunden und daher extrem empfindlich (die Katze kann mit ihnen Luftwirbel wahrnehmen und so die Bewegung ihrer Beute verfolgen). Wenn die Schnurrhaare beim Fressen oder Trinken ständig gegen den Rand des Napfes stoßen, weil dieser zu tief oder zu eng ist, dann kann dies eine Überstimulation auslösen, die bei der Katze Stress hervorrufen kann.  Das kann zu ängstlichem oder aggressiven Verhalten am Napf führen, die Katze kann das Futter bzw. Trinken komplett verweigern oder sie beginnt, das Futter aus dem Napf zu fischen, um es auf dem Boden zu verteilen und dort zu fressen. Flache, breite Futter- und Trinknäpfe sind für Katzen, die unter Schnurrhaarstress leiden, besser geeignet, da die Katze nicht so leicht mit den Schnurrhaaren an den Rand des Napfes stoßen kann.

Rassebedingte Besonderheiten: Brachycephale Katzen wie Scottish Folds oder Perser zeichnen sich durch eine verkürzte Schädelform aus, die mit Atem-, Augen- und Zahnproblemen einhergehen kann. Die eher rundliche Schädelform, das kleine Maul und die verkürzte Nase lassen das Gesicht „eingedrückt“ aussehen. Um Futter aus einem Napf zu fressen müssen diese Katzen meist sehr nah mit ihrer Nase an das Futter ran, manchmal lässt sich der Futter-Nase-Kontakt dabei nicht vermeiden. Das ist schon unangenehm bei einem Trockenfutter – aber bei einem Nassfutter wird es natürlich noch kritischer. Je tiefer bzw. enger der Napf – desto größer die Herausforderung für die Katze. Dazu können dann Atem- wie auch Zahnprobleme kommen, die das Fressen weiter erschweren können. Daher fischen Katzen brachycephaler Rassen das Futter häufiger aus dem Napf und fressen es am Boden, weshalb auch für sie gilt: Flache, breite Futter- und Trinknäpfe sind besser geeignet, vor allem, wenn sie etwas erhöht, im besten Fall sogar etwas schräg stehen.

Weitere Informationen und häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Katze frisst nicht

Warum frisst meine Katze plötzlich nicht mehr?

Eine Katze frisst nicht mehr, wenn sie gesundheitliche Probleme, wie Verdauungsstörungen, Zahnschmerzen oder Infektionen hat. Plötzlicher Appetitverlust bei Katzen kann aber auch durch Stress, Futterumstellungen oder Veränderungen im Umfeld entstehen. Sollte Ihre Katze länger als 24 Stunden nichts fressen, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Katze frisst nicht – ab wann zum Tierarzt?

Wenn eine normal-gesunde Katze länger als 24 Stunden nichts frisst, kann das gefährlich werden. Appetitverlust bei Katzen führt schnell zu Leberproblemen oder Dehydrierung. Besonders junge Katzen, Senioren oder kranke Katzen benötigen sofort medizinische Hilfe. Ein Tierarzt kann abklären, ob Schmerzen, innere Erkrankungen oder Infektionen vorliegen.

Welche Hausmittel helfen, wenn die Katze nicht frisst?

Wenn die Katze nicht frisst, können Hausmittel wie leicht erwärmtes Nassfutter, püriertes Hühnchen, Lachsöl, Fisch (zum Beispiel aus unseren Felins Plus® Finest Fischmahlzeiten), Ziegenvollmilchpulver oder Kokosöl helfen, den Appetit der Katze anzuregen. Wichtig ist aber, dass Hausmittel nur zur Unterstützung eingesetzt werden. Frisst die Katze über einen längeren Zeitraum schlecht muss die Ursache beim Tierarzt abgeklärt werden.

Frisst meine Katze nicht wegen Stress?

Stress ist häufig Auslöser, wenn Katzen ihr Futter verweigern. Ein Umzug, neue Mitbewohner (Menschen wie auch andere Tiere), ungewohnte Geräusche oder Gerüche können zu Appetitverlust bei Katzen führen. Hilfreich sind dann eine ruhige Futterumgebung, feste Fütterungszeiten und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, zudem kann zeitweise unser Felins Plus® Nervenheld ergänzt werden, um die Katze dabei zu unterstützen, stressige Situationen leichter zu meistern . Dauert das Verhalten mehrere Tage an, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, um zu prüfen, ob gesundheitliche Gründe dafür verantwortlich sind, dass die Katze nicht frisst.

Warum frisst meine alte Katze plötzlich weniger?

Wenn Katzen sich altersbedingt weniger auslasten und entsprechend weniger Energie verbrauchen, kann dies Einfluss auf ihr Fressverhalten haben (Mehr Informationen zur Fütterung älterer Katzen erhalten Sie in unserem Ratgeber „Futter für den Senior Hund und die Senior Katze“). Bei älteren Katzen ist Appetitlosigkeit aber oft ein Hinweis auf Altersbeschwerden wie Zahnprobleme, Nierenerkrankungen oder Arthrose. Appetitlosigkeit erfordert bei alten Katzen also immer viel Aufmerksamkeit, da Senior-Katzen schneller an Gewicht verlieren und abbauen. Wenn Ihnen auffällt, dass Ihre alte Katze ihr Fressverhalten plötzlich ändert, sollten Sie dies beim Tierarzt abklären lassen. 

Kann es gefährlich sein, wenn meine Katze nicht frisst?

Wenn eine normal-gesunde Katze nicht frisst, kann es sehr schnell gefährlich für sie werden. Bereits nach 24 Stunden ohne Futter steigt das Risiko für eine lebensbedrohliche Fettleber. Insbesondere bei jungen Katzen, Senioren, kranken Katzen oder Katzen mit Übergewicht kann es aber schon deutlich früher riskant werden. Daher sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden, wenn Katzen plötzlich bzw. über einen längeren Zeitraum kein Futter zu sich nehmen.

Welche Krankheiten können Appetitlosigkeit bei Katzen auslösen?

Verschiedene Krankheiten können für Appetitlosigkeit bei Katzen verantwortlich sein, dazu zählen Zahnprobleme, Nierenschwäche, Parasiten oder Schmerzen. Auch chronische Krankheiten wie Diabetes oder Schilddrüsenüberfunktion können dazu führen, dass eine Katze nicht mehr frisst. Daher ist die Diagnostik durch einen Tierarzt bei anhaltendem Appetitverlust sehr wichtig.

Wie erkennt man, ob die Katze Schmerzen hat?

Katzen sind wahre Meister, wenn es darum geht, Schmerzen zu verbergen. Anzeichen können verändertes Verhalten, Rückzug, verminderte Aktivität, struppiges Fell oder vermehrtes Lecken einer bestimmten Körperstelle sein. Wenn die Katze plötzlich weniger frisst oder völlige Appetitlosigkeit zeigt, kann das aber auch ein Hinweis auf Schmerzen sein. Wenn Sie befürchten, dass Ihre Katze Schmerzen haben könnte, sollten Sie sie von einem Tierarzt untersuchen lassen.

Falls Sie Fragen haben sollten, können Sie sich gerne telefonisch bei uns melden. Wir stehen Ihnen mit umfassendem Rat zur Seite. Sie erreichen uns montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 0541 - 760 266 888 oder per Mail an: info@naturavetal.de.